Bianca Lohr

ALLES BEGINNT MIT DER SEHNSUCHT…

Einmal am Meer leben und länger als nur für eine Woche Urlaub bleiben.. Im Mai 2008 habe ich mir diesen Traum erfüllt und bin nach Binz auf die Insel Rügen gezogen. Von Freiburg, dem quasi anderen Ende von Deutschland. 

Aufgewachsen bin ich in Prösen, einem kleinen Dorf im Süden Brandenburgs. Nach dem Abitur am Elsterschloss-Gymnasium ging ich zum Studieren nach Passau, wo es zum guten Ton gehörte, mehrere Stationen im Ausland zu absolvieren. Ich entschied mich für Cassino (Italien), Berkeley (USA) und Ishewsk (Russland) und lernte während dieser Reisen nicht nur Land und Leute kennen – sondern entdeckte auch meine Leidenschaft fürs Fotografieren. Mittlerweile ist die Fotografie mein Beruf. Besser gesagt: einer meiner Berufe. Denn ich fotografiere, singe und schreibe.

Nach der Uni war ich an der Burda Journalistenschule, wo ich für SuperIllu, ELLEgirl und VIVA Reportagen schrieb, Film- und CD-Kritiken verfasste und Prominente interviewte, u.a. Jörg Pilawa, Silbermond und Bon Jovi. Am beeindruckendsten war für mich das Gespräch mit Udo Jürgens, den ich 2005 in Zürich treffen durfte. Der Mann hat in seinem Leben vermutlich tausende Interviews gegeben, aber er beantwortete jede einzelne meiner Fragen mit einer Leidenschaft, dass ich einfach nur sprachlos war – und sehr, sehr dankbar.

Mittlerweile stelle ich nicht mehr nur die Fragen, sondern stehe auch selbst hinterm Mikro. Als Frontfrau der Rügener Tanz- und Partyband „Holiday Party Express“ singe ich die größten Hits von Helene Fischer, ABBA und vielen anderen, wobei ich endlich mal wieder meine Sprachkenntnisse anwenden kann. Neben englischen Songs haben wir auch italienische und französische Lieder im Programm, auf ein russisches warte ich noch..

Das Singen war nach dem Umzug ans Meer der zweite Traum, den ich mir erfüllt hab. Es folgte: die Fotografie. Im Oktober 2011 erblickte mein Zauberwelten Verlag das Licht der Welt, in dem ich mittlerweile sechs Fotokalender und fast 200 Postkarten herausgebracht habe. Der Name Zauberwelten fiel mir bei einem Spaziergang durch den Nationalpark Jasmund ein. Ich war im Wald, umgeben von all den majestätischen Buchen mit ihrer Schönheit und da wusste ich auf einmal: Wenn ich je einen Kalender mache, soll er Zauberwelten heißen.

Die Liebe zur Natur ist das, was meiner Fotografie zugrunde liegt, und so entsteht jedes Bild von mir mit dem Herzen. Ich möchte die Schönheit der Insel auch abseits des Typischen zeigen: die grünschimmernde Ostsee im Morgenlicht, den Zauber von nebelverhangenen Wäldern, die Ton-in-Ton-Stille am Bodden und die Muster, die der Wind in den Sand malt. Wenn jemand sich im Zauber meiner Bilder verliert, bin ich glücklich. Denn dann weiß ich, er hat die Liebe darin gespürt.

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